Vielerorts haben sich die Jauchegruben ziemlich angefüllt durch die vielen Niederschläge in den Wintermonaten. Eine Frage stellt sich immer wieder, wann dürfen Hofdünger ausgebracht werden? Im Kanton Aargau wird dies in dem folgenden Merkblatt geregelt. Das Entscheidungsschema darin soll ein Hilfsmittel sein. Die Verantwortung trägt der Landwirt.

Link zum Merkblatt mit Entscheidungsschema: Merkblatt Landwirtschaft Aargau



In den nächsten Tagen wird an vielen Orten mineralischer Dünger in den Kulturen ausgebracht, die Ausbringung von stickstoffhaltigem Dünger ist in der der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung geregelt.



Ziff. 3.1 Grundsätze


Ziff. 3.2.1 Stickstoffhaltige und flüssige Dünger                                                          

1) Wer Dünger verwendet, muss berücksichtigen:

a. die im Boden vorhandenen Nährstoffe und den
Nährstoffbedarf der Pflanzen (Düngungsempfehlungen);

b. den Standort (Pflanzenbestand, Topografie und
Bodenverhältnisse);

c. die Witterung;
    
d. Beschränkungen, die nach der Gewässerschutz-,
der Natur- und Heimatschutz- oder der Umweltschutzgesetzgebung                          
angeordnet oder vereinbart
worden sind.
1) Stickstoffhaltige Dünger dürfen nur zu Zeiten ausgebracht
werden, in denen die Pflanzen den Stickstoff
aufnehmen können. Erfordern besondere Bedürfnisse
des Pflanzenbaus ausserhalb dieser Zeiten dennoch
eine Düngung, dürfen solche Dünger nur ausgebracht
werden, wenn keine Beeinträchtigung der Gewässer
zu befürchten ist.

2) Flüssige Dünger dürfen nur ausgebracht werden,
wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist. Sie dürfen
vor allem dann nicht ausgebracht werden, wenn der Boden
wassergesättigt, gefroren, schneebedeckt oder ausgetrocknet ist.



Der Landwirt hat eine grosse Eigenverantwortung beim Einsatz von stickstoffhaltigen Düngern.