Aktuelle Nachrichten – was unsere Agrar-Landschaft bewegt.

Bodenbedeckung und Fruchtfolge

03.08.2022 Micha Urech Aufrufe: 341
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Bodenbedeckung und Fruchtfolge

Mit der Getreideernte rücken bereits die Planung und Aussaat der Zwischen- und Folgekulturen in den Vordergrund. Die Fruchtfolge sollte gut durchdacht sein, damit optimale Voraussetzungen für die jeweilige Hauptkultur herrschen und gleichzeitig auch die Anforderungen an den ÖLN erfüllt sind.

Die KIP-Richtlinien umfassen den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) und basieren auf der Direktzahlungsverordnung (DZV). Die Richtlinien haben den Anspruch, die gesetzlichen Auflagen in der Verordnung in einer verständlichen Sprache zu beschreiben. Nachfolgend finden Sie die Auszüge aus den KIP-Richtlinien zu den Themen Bodenbedeckung und Fruchtfolge.

 

Fruchtfolge

Sie können bei der Fruchtfolge zwischen 2 Varianten wählen. Sie dürfen frühestens nach Ablauf von 5 Jahren von der Variante 1 «Anbaupausen» auf Variante 2 «Anzahl Kulturen und Kulturenanteile» oder umgekehrt wechseln. Die beiden Varianten sind in den KIP-Richtlinien auf den Seiten 8 bis 11 relativ ausführlich beschrieben mit den entsprechenden Anforderungen.

Bei Fragen steht die Agricon GmbH gerne zur Verfügung unter: 056 664 74 20

Weiden im Sommer

20.07.2022 Micha Urech Aufrufe: 295
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In den Monaten Mai bis Oktober muss den Kühen monatlich an mindestens 26 Tagen der Gang auf die Weide gewährt werden, sofern der Betrieb beim RAUS-Programm angemeldet ist. Aktuell sind die Temperaturen sehr hoch, weshalb es zusätzlich weitere Punkte zu beachten gilt.

Der Tierschutz schreibt bezüglich dem Witterungsschutz Folgendes vor:

Ab 25°C verbunden mit Sonneneinstrahlung müssen für Rinder auf tagsüber beweideten Flächen Schattenplätze vorhanden sein, die allen Tieren gleichzeitig Platz bieten. Dabei muss Wasser ständig angeboten werden. Mehr Informationen sind in der Kurzinformation Haltung von Rindvieh zu entnehmen.

Bei den RAUS-Anforderungen (gemäss DZV) gibt es bezüglich der Hitze keine Ausnahmen. Die Tiere müssen weiterhin an mindestens 26 Tagen im Monat Zugang zur Weide haben, wobei den Tieren zu Liebe die Nachtweide bevorzug werden sollte.

In gewissen Situationen kann von der Weide auf den Laufhof ausgewichen werden:

  • während oder nach starkem Niederschlag;
  • im Frühjahr, solange die Vegetation standortbedingt noch keinen Weidezugang erlaubt;
  • während der ersten zehn Tage der Galtzeit

 

Falls diese Bestimmungen aufgrund höherer Gewalt (z.B. extremer Trockenheit) nicht eingehalten werden können, wenden Sie sich bitte an Landwirtschaft Aargau.

 

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen wir gerne telefonisch unter 056 664 74 20 oder via E-Mail an mail@agricon.ch zu Verfügung.

Vernetzungskontrollen zum Thema Rückzugsstreifen

05.07.2022 Regina Stutz Aufrufe: 364
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In nächster Zeit werden die Kontrollen der Rückzugsstreifen durchgeführt. Landwirtschaft Aargau wählt die Betriebe zufällig nach Region aus. Die Kontrolleure melden sich telefonisch direkt beim Betriebsleiter zur Kontrolle an.

 

Folgende Punkte sind bei den Rückzugsstreifen zu beachten:

  • Bei jedem Schnitt werden mind. 5% bis max. 10% der Fläche als ungemähte Streifen von 1 bis 6 m Breite stehen gelassen.
  • Standort der Rückzugsstreifen: Zwischen dem ersten und zweiten Schnitt gilt es diesen zwingend zu wechseln (i.d.R. nicht entlang von Hecken, Gehölz- und Waldrändern).
  • Ausschliessliche Schnittnutzung: Rückzugsstreifen bleiben über den Winter stehen.
  • Herbstweide: Auszäunung der Rückzugsstreifen ist nicht notwendig, jedoch soll die Beweidung schonend erfolgen – die Streifen sind nach der Weidenutzung noch sichtbar.
  • Magerwiesen mit einem Schnitt: Standort der Rückzugsstreifen gilt es jährlich zu wechseln.
  • Befahrung des Rückzugsstreifens: Dies ist zu keinem Zeitpunkt zulässig, auch nicht zur Wiesenpflege.

(Quelle: Labiola Merkblatt «Rückzugsstreifen», Kanton Aargau)

 

Weiterführende Informationen sind im Labiola-Merkblatt «Rückzugsstreifen» vom Kanton Aargau zu finden:

 

 

Problemunkräuter und Neophyten bekämpfen

22.06.2022 Micha Urech Aufrufe: 289
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Vielerorts sieht man die Neophyten und sonstigen Problemunkräuter in ihrer vollen Blütenpracht. Besonders dominant sind das Einjährige Berufkraut und die Ackerkratzdisteln. Dies merken wir auch bei der Agricon GmbH, da sich die Meldungen von Dritten über stark verunkrautete Flächen häufen. Aktuell ist ein guter Zeitpunkt diese Pflanzen zu entfernen und somit an einer weiteren Ausbreitung zu hindern. Im Hinblick auf die bevorstehende Getreideernte sind die Vorerntekontrollen sehr effektiv und sollten daher unbedingt gemacht werden. Übersteigt die Verunkrautung einen gewissen Schwellenwert, so können die Flächen von Landwirtschaft Aargau sanktioniert werden. Diese Werte sind im Merkblatt Schwellenwerte_Problempflanzen_auf LN aufgelistet.

Auf der Homepage vom Kanton Aargau sind die prioritären invasiven Neophyten mit Bildern aufgeführt.

Parlamentarische Initiative

08.06.2022 Micha Urech Aufrufe: 345
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In den nächsten beiden Jahren stehen in der Schweizer Agrarpolitik einige Änderungen an. Die meisten Verordnungsänderungen treten bereits per 1. Januar 2023 in Kraft. Die Änderungen reichen vom Streichen des Fehlerbereichs in der Suisse-Bilanz über neue Massnahmen im Ackerbau bis zum Weidebeitrag im RAUS. Die AGRIDEA hat im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) Faktenblätter ausgearbeitet, die in übersichtlicher Form aufzeigen, welche neuen Anforderungen im ÖLN gelten und welche Massnahmen neu durch Direktzahlungen gefördert werden.

Unter folgendem Link gelangen Sie direkt zu den Faktenblättern: Faktenblätter AGRIDEA

Im Kanton Aargau finden zu diesem Thema in der zweiten Augusthälfte fünf Informationsveranstaltungen statt, in Zusammenarbeit mit Landwirtschaft Aargau, dem Bauernverband Aargau und dem Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg. Die Termine sind auf der Homepage des Bauernverbandes Aargau unter folgendem Link aufgeschaltet: Termine Informationsveranstaltungen

Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft

Gebührenrechnung 2022

25.05.2022 Micha Urech Aufrufe: 102
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Im Verlauf der nächsten zwei Wochen erhalten Sie die Gebührenrechnung 2022. Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Kontrollgebühren unverändert. Bitte überweisen Sie den offenen Betrag fristgerecht via Zahlungsauftrag oder E-Banking. Für jede Einzahlung am Postschalter werden uns Spesen, welche seit der letzten Rechnungstellung noch erhöht wurden, belastet. Helfen Sie uns die Kosten tief zu halten, indem Sie solche Spesen sowie Mahnungen verhindern.
Die Agricon fakturiert jeweils zweimal jährlich. Die Gebührenrechnung im Mai deckt die Grundkontrollen der Bundesprogramme ab. Wurden bis zu diesem Zeitpunkt bereits Labels kontrolliert, werden diese ebenfalls gerade in Rechnung gestellt. Der Grossteil der Labelkontrollen wird jedoch nach Beendigung der Kontrollkampagne im Oktober verrechnet.

Die aktuellen Gebühren finden Sie auf unserer Homepage:

https://agricon.ch/qualitaetskontrollen/#gebuehren

Agricon mit überarbeiteter Webseite

26.04.2022 Micha Urech Aufrufe: 247
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Alles neu macht der Mai – und in unserem Fall sogar noch etwas früher erscheint die Agricon im neuen Kleid und präsentiert sich mit einem neuen Unternehmens-Auftritt und einer überarbeiteten Webseite (Sie sind hier also am richtigen Ort, falls Sie sich schon gewundert haben).

Mehr Information, mehr Klarheit, mehr Kundenfreundlichkeit, das stand bei unseren Anstrengungen der letzten Monate, uns ein neues Gesicht zu geben, im Mittelpunkt.

So haben wir unser Kommunikationsprofil angepasst, ein neues Logo kreiert und unser Aussehen modernisiert, und die erste gewichtige Umsetzung davon ist die Webseite, auf der Sie sich gerade befinden.

 

Wir freuen uns, Sie am Resultat teilhaben zu lassen.
Lassen sie uns wissen, was Sie über das neue Aussehen Ihrer Agricon denken!

Themenkontrolle Vernetzung 2022

25.04.2022 Micha Urech Aufrufe: 440
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Die Agricon GmbH führt jährlich sogenannte Themenkontrollen Vernetzung im Auftrag von Landwirtschaft Aargau durch. Die Themen werden jeweils jährlich von LWAG festgelegt und in einem vordefinierten Zeitfenster kontrolliert, dies weil sich viele Vernetzungsmassnahmen nicht das ganze Jahr hindurch gleich gut kontrollieren lassen.

In diesem Jahr werden folgende drei Themengebiete kontrolliert:

  • Heckenpflege gemäss Labiola-Vertrag
  • Kleinstrukturen
  • Atzheu

Im Bereich der Biodiversität werden immer noch relativ viele Mängel festgestellt. Wir empfehlen deshalb den Betriebsleitern von Zeit zu Zeit ihre Labiola-Verträge wieder einmal durch zu lesen, damit sie sich dem Inhalt bewusst werden.

Die häufigsten Mängel sind:

  • Die Anzahl der angemeldeten Bäume stimmt nicht mit den tatsächlich vorhandenen Bäumen überein.
  • Rückzugsstreifen (5-10% der Fläche) ist zu klein
  • Das Ausmass und die Pflege der Kleinstrukturen sind zu klein oder sind zum Teil nicht einmal vorhanden.
  • Schnittstaffelung bei Wiesen und Heckensäumen wird nicht eingehalten.

Bei Fragen und/oder Unklarheiten steht die Agricon GmbH gerne zur Verfügung unter mail@agricon.ch oder 056 664 74 20.

 

Kontrollkampagne 2022

18.04.2022 Micha Urech Aufrufe: 49
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Mitte März wurden den Kontrolleuren die Kontrollaufträge für die Sommerkampagne 2022 abgegeben. Diese Kontrollen werden durch den Kontrolleur jeweils angemeldet, so dass der Betriebsleiter die entsprechenden Unterlagen bereitstellen kann. Wir bitten die Betriebsleiter, diese Unterlagen und Aufzeichnungen laufend zu aktualisieren. Neben den Bundesprogrammen werden auch alle Labels überprüft. Wir sind bemüht, die verschiedenen Kontrollen in einem Kontrollgang zusammen zu fassen.

Die Grundkontrolle Pflanzenbau wird im gleichen Rahmen wie in den letzten Jahren durchgeführt. Hauptbestandteil dieser Kontrolle sind der Feldrundgang, die Wiesen- und Ackerbauaufzeichnungen (aktuelles Jahr und Vorjahr) sowie die Nährstoffbilanz.

Die Schwerpunkte bei der Grundkontrolle Biodiversität bilden die Biodiversität (Ql + Qll), die Landschaftsqualität und die Vernetzung (Labiola-Vertrag). In diesem Jahr liegt der Fokus dieser Kontrollen bei den Kleinstrukturen, den Hecken sowie den Bäumen.

Wir danken den Betriebsleiter und Betriebsleiterinnen jetzt schon für die gute Zusammenarbeit und stehen bei Fragen gerne zur Verfügung.

Qll-Atteste für Biodiversitäts-Förderflächen

11.04.2022 Micha Urech Aufrufe: 23
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Betriebe, die nicht beim kantonalen Labiola-Projekt mitmachen, also keinen Bewirtschaftungsvertrag Biodiversität mit dem Kanton haben, brauchen ein Attest, damit sie die Qualitätsstufe ll Beiträge erhalten. Auf Betrieben mit einem Bewirtschaftungsvertrag kann die Agricon GmbH lediglich Atteste bei Neuansaaten von ext. Wiesen ausstellen.

Die Beurteilung von extensiv genutzten Wiesen (Code 0611) kann frühestens ein Jahr nach der Aussaat (im zweiten Standjahr) erfolgen.

In der Agricon sind einige Mitarbeiter speziell ausgebildet worden, damit sie solche Atteste ausstellen dürfen. Interessierte können ihre Objekte bei uns anmelden. Folgende Objekte können beurteilt werden: artenreiche Wiesen- und Streuflächen, ext. genutzte Weiden, Obstgärten und artenreiche Hecken, Feld- und Ufergehölze. Optimal wäre eine Beurteilung in den Monaten Mai und Juni, da in dieser Zeit die Zeigerpflanzen gut sichtbar sind, weshalb wir um eine rechtzeitige Anmeldung bitten.

Melden Sie sich für den QII-Attest ganz einfach hier an.

 

 

Bei den Hochstammfeldobstbäumen der Qualitätsstufe ll (Obstgärten) ist per 2019 die Bestimmung aufgehoben worden, welche bei mindestens einem Drittel der Bäume einen Kronendurchmesser von mehr als 3m verlangt hat, somit können für Hochstammfeldobstbäume bereits ab dem ersten Standjahr QII-Beiträge geltend gemacht werden.

Informiert sein ist der Grundpfeiler meiner Existenz als Landwirt. Nur gut informiert kann ich mit allen Entwicklungen Schritt halten und sogar einen Schritt voraus sein, zu meinem Vorteil.
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