Die Situation im Kanton Aargau hat sich weiter verschärft. Der Maiswurzelbohrer hat sich nach dem ersten Befall anfangs Juli in Möhlin kontinuierlich ausgebreitet. Mit dem aktuellsten Befall in Brunegg sind nun weite Teile des Kantons betroffen. Der Pflanzenschutzdienst Liebegg hat Massnahmen ergriffen, damit der Quarantäneschädling möglichst erfolgreich bekämpft werden kann. Eine direkte Bekämpfung ist aber nicht möglich, da in der Schweiz keine Insektizide gegen den Maiswurzelbohrer bewilligt sind. Somit müssen gegen den typischen Fruchtfolgeschädling vorbeugende Massnahmen ergriffen werden.

Diese vorbeugenden Massnahmen unterscheiden sich je nach Abstand zum Befallsort des Maiswurzelbohrers und werden aufgeteilt in zwei Zonen, welche wie folgt beschrieben sind:


In der Kernzone (Radius 5km um den Befallsort) gilt:

1.    Maistransporte jeglicher Art aus der Kernzone hinaus sind ab sofort bis zum 30. September 2018 grundsätzlich verboten. Erlaubt ist folgende Ausnahme:
Siloballen und Trockenprodukte (Ganzpflanzenwürfel oder CCM-Würfel). Die Siloballen und Trockenprodukte müssen in einer Grastrocknungsanlage innerhalb der   Kernzone hergestellt werden.

2.    Der Maisanbau im Jahr 2019 ist auf Parzellen, auf welchen im Jahr 2018 Mais angebaut wurde, verboten.

3.    Die Land- und Erntemaschinen die auf den Maisfeldern im Einsatz standen, sind ab sofort mit Hochdruck zu reinigen bevor sie die Kernzone verlassen. Trockene Maschinen können auch mit Druckluft gereinigt werden. Dies um die Verschleppung von Käfern und Eiern zu verhindern.


In der Sicherheitszone (Radius 10km um den Befallort) gilt:

Der Maisanbau im Jahr 2019 ist auf Parzellen, auf welchen im Jahr 2018 Mais angebaut wurde, verboten.




Die aktuelle Übersichtskarte mit den Kern- und Sicherheitszonen finden Sie hier.



Mehr Informationen zum Maiswurzelbohrer finden Sie auf der Homepage der Liebegg.





Weitere Informationen erteilt der Kantonale Pflanzenschutzdienst, Landw. Zentrum Liebegg, 5722 Gränichen, Tel. 062/855 86 84.


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