Bodenschutz

Bei der Bodenbedeckung gelten keine Fristen mehr für die Ansaat oder den Umbruch der Zwischenkultur oder Gründüngung. Bestehen bleibt aber die Pflicht zur Bodenbedeckung für Kulturen, die vor dem 31.8. geerntet wurden. Auf Flächen, die bis zum 31. August abgeerntet wurden und auf welchen keine Winterkultur angebaut wird, muss eine Zwischenfrucht oder eine Gründüngung gesät werden. Die Bodendeckung muss gemäss der guten landwirtschaftlichen Praxis erfolgen. Ziel ist wie bis anhin die Auswaschung sowie die oberflächliche Abschwemmung von Nährstoffen und Bodenteilen möglichst zu verhindern.
Wurde bei der Landschaftsqualität die Massnahme 8 (farbige Zwischenfrüchte) angemeldet, so muss darauf geachtet werden, dass die Zwischenfrucht rechtzeitig gesät wird (Empfehlung bis Ende August), damit sie noch zur Blüte kommt.



Einsatz von Glyphosat



Ab dem Aussaatjahr 2018 hat die IP-Suisse den Einsatz von Glyphosat im Getreide verboten. Dabei darf vom Zeitpunkt der Ernte der Vorkultur bis zur Ernte der Hauptkultur das Totalherbizid nicht eingesetzt werden. Allerdings können bei der IP-Suisse Sonderbewilligungen beantragt werden, falls ein Einsatz unumgänglich ist.

Mulch- und Direktsaat

Werden Beiträge für Mulch- und Direktsaat geltend gemacht, so ist die Aufwandmenge bei einem Einsatz von Glyphosat auf 1500g Wirkstoff pro Hektare beschränkt. Somit muss also gut überlegt werden, wie bei einer Frühlingskultur nach Getreide das Glyphosat ausgebracht wird, damit die Höchstmenge nicht überschritten wird. 1500g Wirkstoff entsprechen einer Aufwandmenge von 4.16 Liter pro Hektare bei einem Glyphosat mit 360g Wirkstoff pro Liter.

Details dazu sind im Agridea Merkblatt: Schonende Bodenbearbeitung

Zudem werden mit den Zielsetzungen des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel seit dem Jahr 2019 Beiträge ausbezahlt, wenn die Herbizide auf der offenen Ackerfläche reduziert werden.

Details dazu sind im Agridea Merkblatt: Reduktion von Herbiziden auf der offenen Ackerfläche