Die Ernte konnte auf den meisten Betrieben abgeschlossen werden. In dieser intensiven Zeit kommt das Büro oftmals ein wenig zu kurz. Umso wichtiger ist es, die Aufzeichnungen wieder zu aktualisieren, da bei den Betriebskontrollen in diesem Bereich die meisten Nichtkonformitäten festgestellt werden. Nachfolgend sind ein paar Informationen zu den Kontrollen:


Im Feldkalender, Wiesenkalender oder Wiesenjournal müssen folgende Angaben eingetragen sein:

§ Nutzungsart: Weide, Schnitt, Intensität

§ Bodenbearbeitung: Art der Bodenbearbeitung, Datum

§ Saat/Pflanzung: Datum

§ Düngung: Düngerart, Datum, Menge

§ Pflanzenbehandlung: Datum, Mittel, Menge, Ergebnis der Auszählung des Schaderregers resp. der Feldkontrolle bei jenen Kulturen, wo es gemäss KIP-Richtlinien verlangt wird.

§ Ernte: Datum, im Ackerbau zusätzlich die Erntemenge

§ Die Aufzeichnungen sind laufend, spätestens aber bis 1 Woche nach Ausführung der Arbeit, nachzuführen.

Achtung: Auch von den ökologischen Ausgleichsflächen (Biodiversitätsförderflächen) müssen Aufzeichnungen geführt werden.



Zudem empfehlen wir den Landwirten, welche die Nährstoffbilanz nicht selber rechnen, diese anschliessend trotzdem noch zu überprüfen. Grundsätzlich ist der Landwirt für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich, weshalb er die Nährstoffbilanz auch unterschreiben muss.

Folgende Punkte sollten mindestens überprüft werden:

-          Wurden beim Schleppschlaucheinsatz 3kg Stickstoff pro Hektare angerechnet?

-          Stimmen die Tierzahlen mit dem TVD-Auszug überein?

-          Stimmen bei Hofdüngerverschiebungen die Werte mit dem HODUFLU-Auszug überein?

-          Wurde bei Graslandbasierter Milch- und Fleischproduktion die Futterbilanz gerechnet?


Detaillierte Informationen zur Nährstoffbilanz finden Sie unter: http://www.agricon.ch/oeln.html 



Strukturdaten:

Die Datenerhebung erfolgt jeweils von Mitte Februar bis Mitte März. Die Landwirte geben dabei an, welche Hauptkultur auf welcher Parzelle steht. Es kommt immer wieder zu kurzfristigen Änderungen der Hauptkultur, was auch kein Problem ist, sofern dies Landwirtschaft Aargau gemeldet wird. Wird keine Meldung gemacht und der Kontrolleur stellt bei der Kontrolle eine Abweichung der Kulturen fest, so muss er dies schriftlich festhalten, was Sanktionen zur Folge haben kann.


Bestellung von Aufzeichnungsunterlagen:  


Sämtliche Aufzeichnungsunterlagen können direkt auf unserer Homepage bestellt werden. Ebenfalls bieten wir einen Aufzeichnungsordner an, welcher eine Unterstützung für die Landwirte sein soll: http://www.agricon.ch/aufzeichnungsunterlagen.html