Die Kontrollkampagne 2019 wird in den nächsten Tagen mit den letzten Label-Kontrollen abgeschlossen. Die Kontrollen der Bundesprogramme werden jeweils in den Monaten Januar bis September durchgeführt, da im Oktober bereits die Direktzahlungen der einzelnen Betriebe berechnet werden. Die Auswertungen haben ergeben, dass vor allem in den Bereichen Biodiversität, Landschaftsqualität und Vernetzung Beanstandungen festgestellt wurden.


Tierwohlkontrollen:

Im BTS und RAUS sind die Mängel im Vergleich zu anderen Jahren tendenziell abnehmend. Bei den festgestellten Mängeln zeigt sich aber ein ähnliches Bild wie in den Vorjahren. Im Bereich der Einstreue, den Aufzeichnungen im Auslaufjournal sowie der Anzahl Auslauftage gab es die meisten Abweichungen.


Pflanzenbau-Kontrollen:

Bei den Kontrollen gab es vor allem Beanstandungen wegen fehlenden oder unvollständigen Aufzeichnungen (Feldkalender, Wiesenjournal, Nährstoffbilanz und schonende Bodenbearbeitung). Zudem waren in diesem Jahr sehr viele Bodenanalysen älter als 10 Jahre und somit nicht mehr gültig. Im Bereich GMF, Extenso und den Wiesen- und Pufferstreifen gibt es auch immer wieder einige Unstimmigkeiten.

Biodiversitätskontrollen:

Die Mängel der BFF-Kontrollen sind ähnlich wie im Vorjahr. Die häufigsten Abweichungen wurden bei den Strukturdaten (Bäume) festgestellt. Die Kleinstrukturen, die Rückzugsstreifen und die Heckennutzung waren ebenfalls ein häufiger Mangel. In der Landschaftsqualität gab es einige Beanstandungen bei der vielfältigen Fruchtfolge, den farbigen Hauptkulturen und den farbigen Zwischenfrüchten.

Wie empfehlen den Landwirten bei Fragen oder Unstimmigkeiten sich direkt an die dafür zuständige Stelle zu wenden, damit frühzeitig reagiert werden kann.